SV Ottbergen-Bruchhausen v. 1919/1921 e.V.

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Presse-Artikel zum SV Ottbergen-Bruchhausen:



29.08.2011 | Westfalen-Blatt vom 26.08.2011; Lena Brinkmann u. Oliver Temme
Der Vize-Meister startet als Favorit
SV Ottbergen/Bruchhausen stapelt tief – Neuling SV Bökendorf will den Klassenerhalt

Sportkreis Höxter (WB). Vize-Meister SV Ottbergen-Bruchhausen gilt als Top-Favorit in der Frauenfußball-Bezirksliga. Die Böttcher-Elf stapelt tief und will unter die ersten Fünf. Dieses Ziel hat auch Phönix Höxter. Aufsteiger Bökendorf und der SSV Würgassen wollen den Klassenerhalt. Das WESTFALEN-BLATT hat die vier heimischen Teams vor dem Saisonstart am Sonntag, 4. September, unter die Lupe genommen.

... SV Ottbergen/Bruchhausen Peilt der SV Ottbergen/Bruchhausen nach dem zweiten Platz aus der Vorsaison nun eine Verbesserung, sprich den Landesligaaufstieg, an? »Unser Ziel ist ein Platz unter den ersten fünf«, formuliert es Bernd Böttcher verhalten. Die Favoritenrolle ist dem Übungsleiter indes klar: »Wir wissen, dass uns die anderen Mannschaften als Favoriten sehen.« Doch weder Verein noch Umfeld der erfolgreichen Ottbergener Frauenmannschaft bauen trotz gestiegener Erwartungshaltungen Druck auf die junge Mannschaft auf. Doch auch Böttcher hegt Hoffnungen, dass bei einem guten Saisonstart mehr drin sein könnte für seine deutlich breiter als in der Vorsaison aufgestellte Mannschaft. »Wir setzen uns die Meisterschaft nicht als Ziel«, betont der Trainer, räumt jedoch zugleich ein: »Wenn es am Ende so kommt, nehmen wir es natürlich glücklich hin.« Der Coach kann jedenfalls positiv gestimmt auf die neue Spielzeit blicken. Ein 13:1-Testspielsieg gegen die DJK Kleinenberg, ebenso wie Ottbergen ein Bezirksligist, lässt aufhorchen. Ein achtsames 2:2-Unentschieden gegen Landesligist FC Donop-Voßheide nach einer kräftezehrenden Vorbereitungswoche bestätigte die Qualität, die im Ottbergener Kader zweifelsohne vorhanden ist. Erhöht haben diese besonders die beiden Neuzugänge Carola Dierkes von der TSG Kammerbach und Lisa Simon von den B-Juniorinnen der Spielvereinigung Brakel. ...
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17.08.2011 | Westfalen-Blatt vom 17.08.2011; Lena Brinkmann
Kein Überflieger in Sicht
SV Steinheim und SV Reelsen sind die Favoriten – Emmerstädter verpflichten Trainer aus Hessen

Sportkreis Höxter (WB). Ein richtiger Top-Favorit zeichnet sich in der B-Liga des Fußballkreises Höxter vor Saisonbeginn nicht ab. Das Feld von 16 Mannschaften ist ausgeglichener denn je. »Jeder kann jeden schlagen«, betont Oliver Steinmeier, Spielertrainer des Neulings SSV Würgassen. Die Fans erwartet eine spannende Saison. Das WESTFALEN-BLATT hat die B-Liga vor dem Saisonstart unter die Lupe genommen.

Die Favoriten: Während es in der vergangenen Saison mit dem SV Dalhausen einen Top-Favoriten gab, kristallisiert sich in diesem Jahr in einer WESTFALEN-BLATT-Umfrage in der zweiten Kreisklasse kein klarer Favorit heraus. Das spricht mehr denn je für die Ausgeglichenheit in dieser Liga. »Es gibt in der neuen Saison keine Topfavoriten für Meisterschaft und Aufstieg«, meint Jörg Schäfer, neuer Spielertrainer des SV Brenkhausen/Bosseborn II. Sechs Vereinsvertreter sehen in der Umfrage den SV Reelsen und den SV Steinheim am Saisonende ganz oben stehen. Dank zahlreicher höherklassiger Neuzugänge nimmt der SV Reelsen mit Coach Ralf Steinig eine der Favoritenrollen an. Dabei hatte es der SVR im Vorfeld der Saison nicht unbedingt darauf angelegt, um den Aufstieg mitzuspielen. »Alle unsere Neuzugänge haben sich von sich aus bei uns gemeldet und wollten bei uns spielen. Wir haben niemanden angesprochen«, berichtet Ralf Steinig freudig über den unerwarteten Spielerzulauf. Mit Keeper Marcel Schiller (SV Bergheim), Andrej Derksen, Anatoli Wall (beide SpVg Brakel II), Uwe Rohde und Michael Lambek (beide SV Alhausen/Pömbsen) kamen fünf Akteure zum SVR, die bereits über einiges an A-Liga und Bezirksliga-Erfahrung ansammeln konnten und echte Verstärkungen für eine B-Liga-Mannschaften darstellen. Hinzu kommt Martin Niggemann (SG Sandebeck/Langeland), der auch bereits sein Potential unter Beweis gestellt hat.

Ein Hesse beim SV 21: Mit-Favorit SV 21 Steinheim hängt die Latte für die kommende Saison selbst nicht ganz so hoch wie von den Mitstreitern erwartet. Platz fünf haben die Steinheimer in der vergangenen Saison belegt. Auf ein Saisonziel will sich der SV 21 nicht festlegen. Die Jugend soll es in der Emmerstadt richten. Steinheim setzt in der kommenden Saison ganz auf Neuanfang und den eigenen Nachwuchs. Neu verpflichtet ist Trainer Gilbert Maselowsky und eine ganze Reihe junger, hungriger Spieler. Der aus dem hessischen Naumburg stammende Coach bringt für die neue Herausforderung zahlreiche Trainererfahrungen bis hin zur Bezirksklasse mit nach Steinheim. Die sportlichen Ziele möchte der 39-Jährige mit einem konsequenten Plan erreichen: der Integration möglichst vieler A-Jugendlicher und wenig Druck auf die jungen Spieler. Und dabei soll noch schön und erfolgreich Fußball gespielt werden. »Das ist mein Konzept ohne Wenn und Aber, das mit dem Vorstand so abgestimmt ist«, verrät Maselowsky, unter dem der SV 21 jetzt von den Früchten der intensiven Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre profitieren möchte. Neuzugänge beim SVS sind Rückkehrer Andre Griebat im Tor (SpVg Brakel), Lukas Kukla (Jugend Brakel), Sascha Bosselmann (Holzhausen), Jens Boeckmann, Daniel Reiling (Nieheim-West), Konstantin Huneke und aus der eigenen Jugend Thomas Neuendorf, Dennis Kriger, Philipp Diedrich, Kevin Möller und Orhan Abdioglu.

Die Verfolger: Sechs Mannschaften wurden von den Vereinen der Kreisliga B zum erweiterten Favoritenkreis gezählt, darunter einige Überraschungen. So bekam unter anderem Aufsteiger SSV Würgassen zwei Stimmen. Dietmar Ferlemann, der zum TuS Lütmarsen als Trainer zurückgekehrt ist, zählt auch den SV Höxter II zu seinen Favoriten. In der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entkommen, hat die Landesligareserve nun personell aufgerüstet. »Die Qualität ist gestiegen«, berichtet SVH II-Trainer Roland Klein. Als ärgste Konkurrenten des SV Reelsen und des SV Steinheim im Aufstiegskampf werden neben der SpVg Rolfzen/Sommersell/Entrup (zwei Stimmen) die A-Ligaabsteiger SV Ottbergen/Bruchhausen (vier Stimmen) und SC Lauenförde (zwei Stimmen) gehandelt. Die Schmücker-Elf aus Rolfzen möchte nach der Top-Hinrunde im vergangenen Jahr auch in dieser Saison wieder oben mitspielen. Platz eins bis fünf ist das Ziel. Abgänge gab es bei der SpVg keine. Dafür konnte Trainer Peter Schmücker fünf Neuzugänge im Kader begrüßen. Außenseiterchancen werden auch dem SV Albaxen eingeräumt. Das Team um Spielertrainer Maik Schmitz gibt zwar »nur« einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel aus, sorgte aber bereits für eine Überraschung und warf A-Ligaaufsteiger TSC Steinheim aus dem Kreispokal.

Abstiegskampf: Vier Vereine haben sich den Klassenerhalt auf die eigenen Fahnen geschrieben. Der SV Brenkhausen/Bosseborn II, der TuS Lütmarsen und die beiden Aufsteiger FC Stahle II und der SSV Würgassen gehen bescheiden in die Saison und wollen frühzeitig die Klasse sichern. Doch auch hier stellt sich wahrscheinlich noch der ein oder andere Klub heraus, bei dem Anspruch und Wirklichkeit auseinander liegen. Vielleicht gibt es auch in dieser Saison wieder eine Überraschung. Im vergangenen Jahr wollte zum Beispiel der FC Tietelsen/Rothe nur die Klasse halten. Am Ende stieg der FC als Überraschungsmannschaft der Saison in die Kreisliga A auf.

Neulinge aus der A-Liga: Was ist für die Absteiger aus der A-Liga in dieser Saison drin? Der SV Ottbergen/Bruchhausen und der SC Lauenförde zählen zum erweiterten Favoritenkreis, wollen sich aber nach den zuletzt schwachen Leistungen in der Kreisliga A erst einmal wieder in der B-Liga rehabilitieren. Keiner der beiden Absteiger sieht das Potential, wie im vergangenen Jahr der SV Dalhausen, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Ottbergen will sich in der zweiten Kreisklasse etablieren, während der SCL im gesicherten Mittelfeld landen will.

Neulinge aus der C-Liga: Der SSV Würgassen, FC Stahle II und TuS Bad Driburg II kommen als Aufsteiger aus der C-Liga hoch. »Wir wollen frühzeitig den Klassenerhalt sichern und für die ein oder andere Überraschung sorgen«, fiebern Würgassens Spielertrainer Oliver Steinmeier und sein Team dem ersten Spieltag entgegen. In 12 Testspielen und einigen Trainingseinheiten hat sich der Liganeuling auf die neue Herausforderung vorbereitet. Für die zweite Mannschaft des FC Stahle, die im Entscheidungsspiel gegen Bökendorf den Aufstieg geschafft hat, zählt erst einmal nur der Klassenerhalt. Die große Unbekannte in der B-Liga dürfte die Bezirksligareserve aus Bad Driburg sein. Der Kader vom Trainerduo Ralf Pfeiffer und Toni Brockmann soll nach Bedarf mit Spielern aus der Ersten aufgestockt werden. »Der Bezirksliga-Kader vom TuS Bad Driburg ist sehr groß. Ich denke, dass einige Akteure in der Zweiten zum Einsatz kommen werden«, traut SSV-Coach Oliver Steinmeier den Driburgern mehr zu als den bloßen Klassenerhalt.


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27.07.2011 | Neue Westfälische vom 27.07.2011; Chris Multhaup
Viel Arbeit für Walter Leineweber
FUSSBALL: Ottbergen/Bruchhausen vor dem Start

Ottbergen (chm). Der Fußball B-Ligist SV Ottbergen/Bruchhausen hat die Vorbereitung auf die kommende Saison aufgenommen. Die wird für die Fusionierten aufgrund der Abgänge von fünf Leistungsträgern, die alle weiterhin in der Kreisliga A spielen werden, nicht leicht. "Wir haben zwar einige Spieler verloren, aber ich glaube, dass die Mannschaft in der B-Liga bestehen kann. Wir wollen uns in der Liga etablieren", so Ottbergens Christian Richau. Leistungsträger sind zwar gegangen, aber insgesamt wurde der Kader in der Breite verstärkt. Trainer Walter Leineweber muss zehn neue Spieler in seine Mannschaft einbauen.

Für den Angriff wurde der 20-jährige Nachwuchsstürmer Fatih Paran von der TIG Brakel verpflichtet. Mit Thomas Marquardt kommt ein zusätzlicher Angreifer mit enorm viel Erfahrung vom C-Ligisten Phönix Höxter. Kemal Dülgeroglu wurde von der Spvg Brakel für das Tor verpflichtet und ist eine alternative für Stammtorwart Thomas Held. Des Weiteren kommt Sven Heinrich vom SSV Herlinghausen zum Leineweber-Team. Der 24-jährige ist für das Mittelfeld vorgesehen. Zusätzlich kommen fünf 19-jährige aus der Jugend des SV Ottbergen/ Bruchhausen und wollen den Sprung in den Seniorenbereich schaffen.

Andre Lausen und Marc Krekeler sind für das Mittelfeld vorgesehen. Mit Denis Göllner, Jonas Holtemeyer und Marvin Hagemann kommen drei Spieler hinzu, die die Defensive verstärken sollen. Simon Wittmann ist ein guter Nachwuchsstürmer und soll für Tore sorgen. Trainer Walter Leineweber kann nicht jeden Spieler innerhalb kürzester Zeit fußballerisch um 100 Prozent verbessern, aber es wird jeder Spieler, bis zum Beginn der Serie konditionell richtig fit sein. Daran haben die Verantwortlichen in Ottbergen keine Zweifel. Am Mittwoch steht dem A-Ligaabteiger der erste Härtetest bevor. Zur Qualifikationsrunde für die erste Runde des Kreispokals, ist A-Liga Meisterschaftsfavorit FC Stahle zu Gast. Da werden sich die Blau-Weißen das erste Mal auf Wettkampfbasis präsentieren können.

zum Foto: Trainer Walter Leineweber ( h.r.) begrüßte seine Spieler zum Trainingsauftakt. (v.l.) Denis Göllner, Simon Wittmann, Lukas Wolff, Jonas Holtemeyer, Simon Knipping, David Lausen, Marvin Hagemann (v. v.l.) Sven Heinrich, Andre Lausen, Marc Krekeler, Christian Krekeler und Sascha Knipping | FOTO: MULTHAUP


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13.07.2011
Leichtathletik

Sebastian Brandt siegt locker
LAUFEN: Nadine Lange die schnellste Frau beim 2. Strongman in Ottbergen
(Neue Westfälische vom 13.07.2011; Dieter Müller)

Hindernisläufer Sebastian Brandt war der überragende Athlet beim 2. Strongman-Run in Ottbergen. Der Lütmarser gewann locker.Ottbergen. Fünf hammerharte Runden, jede 1.000 Meter lang. Durch Matsch und Wasser. Über meterhoch aufgetürmte Strohballen, Baumstämme, Reithindernisse und Bierfässer. Alles nicht einfach und verflixt anstrengend. Und doch spaßig. Rennen, springen, klettern und durch Bach und Wiese laufen: Der zweite Strongman-Run in Ottbergen verlangte den 48 Startern einiges ab. Einem allerdings schien dieses außergewöhnliche Ausdauersportevent weniger als anderen auszumachen.

Sebastian Brandt gewann den ersten Lauf über 5.000 Meter locker-leicht. Der ehemalige Hochspringer und aktuelle Top-Mittelstreckler aus Lütmarsen schonte sich im ersten Lauf, drehte erst auf der letzten Runde ein bisschen auf. Er zog als Erster in den Finallauf ein - scheinbar mühelos. Die 15 besten Männer sowie die fünf besten Frauen qualifizierten sich für das Finale, das eine gute Viertelstunde später über zwei weitere Runden á 1.000 Meter ausgetragen wurde.

Auch im Finale ließ Sebastian Brandt nichts anbrennen. Er trug Spikes und ist erprobt über 3.000 Meter Hindernis. "Klar ist das ein kleiner Vorteil", räumte der Lütmarser ein. Aber das allein war’s sicher nicht. Sebastian Brandt war einfach deutlich überlegen, siegte in 7:55 Minuten über die 2.000 Meter. Daran konnte auch Philip Priebe vom TuS Eintracht Hameln nicht kratzen. Der Dritte der M35 bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften über 800 Meter in 2:04,88 Minuten wurde Zweiter in 8:15 Minuten. Jürgen Hoffknecht vom LC Paderborn holte sich noch in 8:46 Minuten Platz vier, zwei Sekunden vor dem Eissener Christian Tewes, der im Endspurt Vorjahressieger Sebastian Hoblitz vom TuS Hembsen noch abhängte.

Unter den 26 Mutigen, die sich in der Rennklasse über 5.000 Meter wagten, waren auch acht Sportler der Leichtathletik-AG des Gymnasiums Steinheim: Nadine Lange siegte bei den Frauen in 10:54 Minuten im Finale und Dennis Hetmann war in 9:56 Minuten als Neunter der schnellste der AG.

Aber nicht nur die Rennklasse, auch die 22 Läuferinnen und Läufer der Hobbyklasse standen bei ihrem Lauf über drei Runden zweimal bis zu den Knien im Wasser der Nethe, rutschten den extra von der Feuerwehr mit Wasser bespritzten Hang mehr hoch als sie liefen, tauchten durch Reithindernisse hindurch und sprangen anschließend drüber hinweg, hievten sich über meterhoch aufgetürmte Strohballen und hüpften über eine ganze Reihe Bierfässer. Darunter auch die Fußballerinnen aus Ottbergen. Den Lauf über 3.000 Meter gewann der Ottberger Nico Langner vor Simon Held vom TuS Hembsen. Dann liefen schon zwei Schülerinnen ins Ziel: Die elfjährige Kea Wagemann wurde Dritte, die zehnjährige Paula Schriever wurde Vierte. André Bielemeier und Ludger Spiegelberg boten erneut eine außergewöhnlich gut organisierte Veranstaltung.

Finaleinlauf
Frauen: 1. Nadine Lange (Leichtathletik-AG Gymnasium Steinheim)10:54 Minuten
Männer: 1. Sebastian Brand (NSU Brakel) 7:55 Minuten; 2. Philip Priebe (Eintracht Hameln) 8:15; 3. Dieter Müller (TV Steinheim) 8:41; 4. Jürgen Hofknecht (LC Paderborn) 8:46; 5. Christian Tewes 8:48; 6. Sebastian Hoblitz (TuS Hembsen) 8:49; 7. Eike Schroth NSU Brakel) 9:05; 8. Kai Mußmann (Eintracht Hameln) 9:30; 9. Dennis Hetmann (Leichtathletik-AG Gymnasium Steinheim) 9:56; 10. Christoph Giefers 10:05 11. Luca Soares 10:11 (Reelsen); 12. Nils Pölker 10:16; 13. Hendrik Koch 10:31; 13. Andre Hansmann 10:31; 15. Markus Schmidt 10:59 (alle Leichtathletik-AG Gymnasium Steinheim).
[Fotos NW]
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12.07.2011
Leichtathletik

Mit nassen Füßen zum Sieg
Sebastian Brandt gewinnt den Strongmanlauf in Ottbergen
(Westfalen-Blatt vom 12.07.2011; Michael Risse)

Ottbergen (WB). »Dies wird zu einer Pflichtveranstaltung für mich«, sagt Sebastian Brandt begeistert. Der 29-jährige Lütmarsener im Dress von NSU Brakel hat den 2. Strongmanlauf in Ottbergen gewonnen.

Pro Runde zweimal nasse Füße im Bach, ein von der Feuerwehr eingeschlemmter matschiger Steilhang und Klettern über vier Meter hohe Strohballen. Der SV Ottbergen-Bruchhausen bietet seit dem Vorjahr ein außergewöhnliches Highlight im Leichtathletikkalender. »Man muss viel mit Kopf und Taktik laufen, nicht nur kraftvoll«, sagt Philip Priebe (Eintracht Hameln), der spätere Zweitplatzierte. Nach 26 Teilnehmern bei der Premiere waren es jetzt allein schon 25 in der Rennklasse dazu 22 im Hobbylauf.

Lokalmatador Niko Langner dominierte die Hobbyklasse, die dreimal den 1000 Meter-Rundkurs absolvierte. Simon Held, der aus Ottbergen stammt, aber für den TuS Hembsen läuft, wurde Zweiter. Dritte war die zehnjährige Kea Wagemann (HLC Höxter).

In der Rennklasse mussten schon im Qualirennen fünf statt drei Runden gelaufen werden. Nachdem Eike Schroth zwei Runden vorn lag, übernahm der Steinheimer Dieter Müller die Spitze. Es folgte Sebastian Brandt, der in der Schlussrunde vorbeizog. Ins Ziel gewandert ist Philip Priebe. Als er nach der Bachquerung den Streckenkommentar von Ludger Spiegelberg hören konnte, ließ er sich von einigen überholen, sparte Kraft und achtete nur darauf unter den ersten 15 zu sein.

15 durften ins Finalrennen plus die Steinheimerin Nadine Lange, die einzige Frau am Start. Nochmal zwei Runden quälten sich die Athleten.

Sebastian Brandt erfüllte seine Favoritenrolle. Zwanzig Sekunden betrug im Ziel der Vorsprung auf Philip Priebe (ESV Eintracht Hameln). »Gegen Sebastian habe ich keine Chance. Er trainiert als Hindernisläufer diese Tempowechsel«, sagt Priebe, dessen Spezialität kürzere Strecken sind. Priebe wurde vor zwei Wochen Dritter der Deutschen Meisterschaft über 800 Meter der M35. Sieger Sebastian Brandt erklärt: »Viele haben Probleme mit dem ersten Schritt nach der Bachquerung.« Brandt kennt dies vom Wassergraben. Er bestritt in diesem Jahr schon drei Hindernisrennen, wurde westdeutscher Meister.

Dritter wurde Dieter Müller, Vierter Jürgen Hoffknecht (LC Paderborn). Platz fünf glaubte Vorjahressieger Sebastian Hoblitz (TuS Hembsen) sicher zu haben. Doch kurz vor dem Ziel spurtete auf der Nethebrücke Christian Tewes aus Eissen vorbei. Er hatte sich an diesem Tag besonders gequält. Morgens spendete er einen halben Liter Blut, nachmittags sieben Runden a einen Kilometer und zum krönen Abschluss noch die Heimfahrt per Fahrrad mit der Bergpassage via Tietelsen. »Ich war zweimal in Weeze beim Original-Strongman dabei. Wenn dann hier sowas geboten wird, muss man dabei sein«, betonte Tewes.

»Einige Laufveranstaltungen werden aufgelöst. Wir müssen den Mut haben Neues zu probieren. Aber es funktioniert nur, wenn viele mitmachen«, sagt Organisationschef Ludger Spiegelberg, Leichtathletik-Obmann des SV Ottbergen-Bruchhausen. Das Außergewöhnliche lockt auch Leichtathletikeinsteiger. Sieben Schüler der Leichtathletik-AG des Gymnasiums Steinheim waren mit Übungsleiter Dieter Müller am Start.
[Fotos WB]
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24.02.2011
Fussball

Niklas Moritz der Held des Finales
FUSSBALL: F-Junioren- Schelpe-Cup in Höxter
(Neue Westfälische vom 23.02.2011, Text + Foto Chris Multhaup)

Foto: NW - MulthaupHöxter. Die F-Jugend der SG Ottbergen/ Bruchhausen ist Sieger des Brenkhäuser Hallenturnieres. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team. Im Vorfeld hätte ich niemals damit gerechnet. Deshalb ist es doppelt schön", freute sich Ottbergens Trainer Andreas Disse nach dem Pokalsieg. Im Finale wurde der SV Höxter 2:0 besiegt. Schon in der Vorrunde waren die Ottberger die beste Mannschaft. Nach drei Siegen und einem Torverhältnis von 5:0 zogen sie vor dem SV Höxter, der sechs Punkte und 3:1 Tore aufwies, ins Halbfinale ein.

Die weiteren Halbfinalisten hießen SV Fürstenau/ Bödexen und SV Brenkhausen/ Bosseborn II. Beide Teams hatten sieben Punkte auf dem Konto. Fürstenau wurde aufgrund des besseren Torverhältnisses Gruppenerster. Der spätere Sieger Ottbergen fegte den SV Brenkhausen/ Bosseborn II durch zwei Tore von Laurin Bielemeier und einem Tor von Timo Schwietering mit 3:0 aus der Halle. Im zweiten Halbfinale gewann der SV Höxter gegen den SV Fürstenau/Bödexen mit 1:0. Das goldene Tor zum Finaleinzug erzielte Jan Piezocha.

Im Spiel um Platz drei kam es zum Derby zwischen Fürstenau und Brenkhausen. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit gewannen die Fürstenauer das Siebenmeterschießen mit 6:5. lm Endspiel wollten sich die Höxteraner für die 0:1-Niederlage in der Gruppenphase revanchieren. Daraus wurde nichts. Eine klar überlegende Ottberger Mannschaft gewann durch zwei Tore von Niklas Moritz.
Foto: Die SG Ottbergen/ Bruchhausen gewinnt ohne Gegentor den Siegerpokal des Schelpe-Cups. (o.l.) Trainer Andreas Disse, Timo Schwietering, Laurin Bielemeier, Björn Schneider, Niklas Moritz, Hannes Braun, Betreuerin Kassandra Disse, (u.l.) Oliver Allgeier, Benedikt Hess, Luca Felbach, Isabel Wegener und Yasim Mousouri.

11.02.2011
Fussball

Der allererste Turniersieg
FUSSBALL: Minikicker des SV Ottbergen/Bruchhausen jubeln in Höxter
(Neue Westfälische vom 09.02.2011, Text Chris Multhaup)

Foto: NW - MulthaupHöxter. "Ich bin überglücklich. Wir haben noch nie ein Turnier gewonnen und auch diesmal habe ich nicht damit gerechnet. Meine Kleinen haben super gespielt", war Ellen Braun, Trainerin der Minikicker des SV Ottbergen/Bruchhausen, nach dem Turniersieg in Höxter fast sprachlos.

Im Finale besiegten die Minis aus Ottbergen den SV Fürstenau/Bödexen, die bis dato beste Mannschaft des Lütmarser Turnieres. In der Gruppenphase standen sich die beiden Teams schon mal gegenüber. Da gewann Fürstenau mit 1:0 und behauptete sich mit 10:0-Toren und neun Punkten vor dem späteren Sieger. In Gruppe B setzte sich der SV Bredenborn mit fünf Punkten durch. Zweiter wurde der FC Nieheim, der punkt- und torgleich mit dem SV Albaxen war, diesen aber im direkten Duell 1:0 besiegte. Der SV Fürstenau/ Bödexen gab sich im ersten Halbfinale keine Blöße und besiegte Nieheim 2:0. Im zweiten Halbfinale machte Ottbergen es schon spannender und setzte sich knapp mit 2:1 gegen den SV Bredenborn durch.

Im torlosen Spiel um Platz drei zwischen Bredenborn und Nieheim musste das Neunmeterschießen entscheiden. Hier hielt Bredenborns Keeper einen Ball und sicherte seinem Team die Bronzemedaille. Das Finale zwischen Ottbergen und Fürstenau war wieder spannend. Die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne feuerten die Minis kräftig an. Im Finale brachte Michel Braun die Ottberger in Führung. Fürstenau glich durch Till Mönnekes aus. Die Minis von Trainerin Ellen Braun gaben nochmals Gas und schafften mit dem 2:1-Siegtor durch Joel Meyer die Überraschung. Die Freude über den ersten Turniersieg war riesig. "Wir haben Pech gehabt. Aber am Ende kann man sich auch über Platz zwei freuen", meinte Torsten Seel, Fürstenaus Trainer.
Foto (hinten, v.l.) Koray Simsek, Marvin Kramer, Joel Meyer, Rafael Schäfers, Trainerin Ellen Braun (vorne, v.l.) Michel Braun, Yasin Mousouri und Paul Spiegelberg

10.11.2010
Fussball

Harter Ritt mit Leineweber
FUSSBALL: Der erste Dreier war nur der erste Schritt beim SV Ottbergen/Bruchhausen
(Neue Westfälische vom 10.11.2010, Text Torsten Wegener)

Ottbergen. Zuerst hat der Verein den Schritt zum Trainerwechsel gewagt, dann hat die Mannschaft den ersten kleinen Schritt zum Klassenerhalt geschafft. Der SV Ottbergen/Bruchhausen hat mit seinem neuen Trainer Walter Leineweber den ersten Dreier der Saison eingefahren. Mit Disziplin und Kampfkraft wurde der SV Bergheim bezwungen. Zwei Qualitäten, die lange Zeit an der Nethe vermisst wurden. "Es war ein erster wichtiger Schritt. Aber wir dürfen uns nichts vormachen. Es wird ein harter Ritt", schätzt Walter Leineweber die Situation des Aufsteigers sehr kritisch ein. Der Sieg brachte die Punkte drei, vier und fünf. Viel zu wenig nach 14 Spielen, um über den Klassenerhalt sprechen zu können.

"Die Situation hat sich durch den Sieg erstmal nur leicht entkrampft. Die Chance zum Klassenerhalt ist sicherlich da, doch viele Fehler dürfen wir uns nicht mehr erlauben", erklärt Leineweber, der am Sonntag nach nur einer Trainingseinheit auch keine Wundertaten vollbringen konnte, jedoch der Mannschaft eine klare, erkennbare Strategie mit auf dem Weg gab. Die Null sollte hinten stehen. Und die Mannschaft hielt sich an die Marschroute. "Wir haben Offensiv sicherlich Qualitäten, doch was nützt uns das, wenn wir in der Abwehr nicht sicher stehen", erkannte der Coach schnell ein großes Problem. 40 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. "Wir sind in der Rückwärtsbewegung sehr schlecht. Es dauert immer viel zu lange bis wir mit vielen Spielern hinter dem Ball sind", erläutert Leineweber, der dafür individuelle Eitelkeiten und schlechte konditionelle Voraussetzungen verantwortlich macht. Aus den unterschiedlichsten Gründen war die Trainingsbeteiligung beim SV unzureichend.

"Die schlechte Athletik werden wir bis zum Winter auch nicht mehr beheben können. Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen. Es ist aber wichtig, dass in den verbleibenden Spielen sich alle Spieler für das Team einsetzen, egal auf welcher, vielleicht auch ungeliebten Position sie spielen müssen. Auch in Bergheim haben wir gesehen, dass die Luft zum Schluss sehr knapp wurde", setzt Leineweber auf mannschaftliche Geschlossenheit. Spontan war Leinwebers Entscheidung nicht, das Team zu übernehmen. Er musste darüber nachdenken. Doch die schlechte Ausgangsposition weckte schließlich seine Lust. "Ich will für diesen Verein auch meinen Beitrag leisten. Wenn wir jetzt wieder absteigen, dann war der ganze Aufbau der letzten Jahre umsonst", sieht sich Leinweber mit dem Club verbunden. In Bergheim lebte er an der Seitenlinie das vor, war er von seinem Team erwartet: 90-minütige Präsenz.

Mit Hembsen, Bredenborn und Altenbergen (sofern es noch angesetzt wird), hat der SV drei brisante Partien bis zur Winterpause. "Wir müssen den Abstand zum rettenden Ufer weiter verringern. Das ist sehr wichtig für die Psyche, wenn wir mit der Wintervorbereitung beginnen", erzählt Leineweber, der auch personell in der Winterpause noch nachrüsten will, da der Kader sehr ausgedünnt ist. 18 Jahre trainierte Leineweber den SSV Bruchhausen, ehe Ottbergen und Bruchhausen sich 2004 zur Spielgemeinschaft zusammenschlossen. Dabei erlebte der erfahrende Coach alle Höhen und Tiefen. Damit nicht ein weiteres Tief dazukommt, braucht der SV nach Leinewebers Rechnung mindestens 30 Punkte. "Ob die dann reichen, ist bei der Ausgeglichenheit der Liga schwer zu sagen. Allerdings können dadurch auch mehr Teams unten noch rein rutschen", hofft der Trainer. Der SV Ottbergen/Bruchhhausen lebt, rechnet und hofft wieder. Den ersten Schritt hat Leineweber geschafft.

06.11.2010
Fussball

Neuer Trainer in Ottbergen: Leineweber löst Streich ab
(Westfalen-Blatt vom 06.11.2010, Text Jürgen Drüke)

Ottbergen/Bruchhausen (WB). Werner Streich ist nicht mehr Trainer des A-Liga-Schlusslichts SV Ottbergen/Bruchhausen. Sein Nachfolger ist der Bruchhausener Walter Leineweber. Gestern Abend hat der Neue bereits das Training geleitet. »Wir mussten aufgrund der sportlichen Talfahrt reagieren«, sagte erster Vorsitzender Wilfried Stockmeier. Nach nur zwei Punkten aus 13 Spielen und neun Zählern Rückstand auf das rettende Ufer habe es keine Argumente für ein Festhalten am aktuellen Übungsleiter gegeben. Ein guter, alter Bekannter kehrt nun zurück und soll die Mannschaft in der A-Liga halten. Der 53-jährige Walter Leineweber trainierte den ehemaligen SSV Bruchhausen von 1986 bis 2004 und ist über die Zwischenstation SG Sandebeck/Langeland wieder bei seinem Heimatverein gelandet.

»Leineweber kennt zahlreiche unserer Spieler, er hat sie bereits trainiert«, stellte Stockmeier gegenüber dem WESTFALEN-BLATT heraus. Bereits am vergangenen Dienstag haben sich der neue (alte) Trainer und der Vorstand zusammengesetzt Am Donnerstagabend gab Leineweber seine Zusage bis zum Saisonende und machte sich gestern ab 18.30 Uhr ein erstes Bild über den Zustand der Mannschaft. »Ich weiß, dass die Trainingsbeteiligung in den vergangenen Monaten sehr schlecht war. Mit der regelmäßigen Teilnahme an den Einheiten müssen wir zudem öfter trainieren.« Konditionell sei das Team nicht auf der Höhe, deshalb seien die meisten der elf Niederlagen in den Schlussphasen besiegelt worden. »Bis auf das 2:6 gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn hat Ottbergen/Bruchhausen meistens mit einem Tor Unterschied verloren.«

In den vier Spielen bis zur Winterpause sollen nach Möglichkeit noch zehn Punkte geholt werden. »Bereits an diesem Sonntag müssen wir mit einem Erfolg beim SV Bergheim den Anfang machen«, fordert der Teamchef. Bergheim ist als Viertletzter ein unmittelbarer Konkurrent im Abstiegskampf. »Zudem halten wir die Augen offen, ob wir uns noch verstärken können«, verrät Leineweber, der dem SSV Bruchhausen 2004 den Rücken kehrte, weil er kein Befürworter der damals geplanten Fusion mit dem damaligen TuS Ottbergen war. Der Zusammenschluss ist im Frühjahr 2008 erfolgt. »Der neue Verein ist insgesamt auf einem guten Weg«, stellt der Vereinschef heraus. Allerdings gebe es ein Ungleichgewicht bei den Zuschauern - es würden wesentlich mehr Ottberger kommen. »Das kann der Bruchhausener Walter Leineweber ebenfalls verbessern«, setzt Wilfried Stockmeier auf einen Sog.

31.08.2010
Leichtathletik

Über Strohballen und Bierfässer
LAUFEN: Sebastian Hoblitz gewinnt 1. Strongman-Run in Ottbergen
(Neue Westfälische vom 31.08.2009; Dieter Müller)

Der Strongman in Ottbergen verlangte den Teilnehmern einiges ab. Der Ottberger Benjamin Wilk nimmt im beidbeinigen Hocksprung das Reithindernis.Ottbergen. Fünf hammerharte Runden, jede 600 Meter lang. Durch Matsch und Wasser. Über Strohballen, Reithindernisse und Bierfässer. Alles nicht einfach und verflixt anstrengend. Und doch spaßig. Der erste Ottberger Strongman-Lauf verlangte den 26 Startern einiges ab. Sebastian Hoblitz, kräftiger Triathlet aus Hembsen und bereits ausgezeichneter Strongman, war der beste auf der Wiese hinter der Ottberger Nethebrücke. Zehn Sekunden hatte Sebastian Hoblitz Vorsprung. In 13:48 Minuten gewann er den Strongman in Ottbergen vor seinem Teamkollegen Christoph Giefers und Eike Schroth von der NSU Brakel. "Anstrengend, aber es hat Spaß gemacht", erklärte der Sieger anschließend. Er bestand auch schon den wohl populärsten Strongman in Weeze und zog gleich den Vergleich: "Von den Hindernissen und den Abständen dazwischen sind die beiden Veranstaltungen durchaus gleichwertig", lobte Sebastian Hoblitz die Macher vom TuS Ottbergen.

Christoph Giefers hatte bereits am Morgen einen Trainingslauf über 15 Kilometer absolviert - er blieb schon nach der zweiten Runde an der zweiten Position, die er vor Eike Schroth behaupten konnte. Dennis Scheifhacken wurde Vierter in 15:21 Minuten. Sabine Roll war schnellste Frau über markante 3.000 Meter in 20:37 Minuten.

Keiner der 26 Starter nahm den Lauf so bierernst. Alle wollten vor allem eines: Spaß. Wie Uli Krawinkel beispielsweise. Der DFB-Stützpunkttrainer, mehrmalige Hermannsläufer und Weeze-Finisher lief in 16:05 Minuten auf den siebten Platz und fand: "Das hat Spaß gemacht, für mich hätte es sogar noch ein bisschen länger sein können." Auch für Benjamin Wilk, der in 17:31 Minuten Elfter wurde, war das Ergebnis eher zweitrangig: "Ich fand’s lustig. Das war mal was anderes." Der Maschinenbau-Student treibt sonst eher wenig Sport, stammt aber aus Ottbergen: "Und da ist doch klar, dass wir eine Veranstaltung im Dorf unterstützen." Er lief vier der fünf Runden zusammen mit seinem Ottberger Kumpel Christopher Klein, der Neunter in 16:47 Minuten wurde. Zwischen den beiden kam André Bielemeier vom Veranstalter im Ziel an - erschöpft, aber glücklich: "Das war hart wie zehn Kilometer", schnaufte der Mitorganisator nach anstrengenden 3.000 Metern und fand: "Am Berg hätt’s ruhig noch ein bisschen schlammiger sein können."

Überhaupt machten viele aus dem Dorf mit: Anne Wiemers-Meyer hatte den wahrscheinlich kürzesten Weg von zu Hause zum Start. Die Strecke führte sogar über ihren Hof. Vorbereitet hat sie sich so gut wie gar nicht auf den Lauf. Durchgekommen ist sie dennoch. Und zwar gut. In 23:03 Minuten wurden sie 17. "Das war eine schöne Erfahrung", sagte sie. Irmtraud und Bernhard Föckel machten eine gemeinsame Tour aus dem Strongman. Die beiden liefen zusammen nach 26:46 Minuten ein. Bei den Schülern zeichnete sich die Familie Wagemann aus: Kea gewann vor Jan-Erik und Rieka. Hindernisse hatten sie genügend eingestreut. Das letzte, den gut vier Meter hohen Treppen-Turm aus Strohballen, hatte Landwirt Wiemers-Meyer erst wenige Stunden vorm Start aufgestellt: "Dafür sind wir ihm dankbar", sagte André Bielemeier, der den Ottberger Strongman auf jeden Fall wiederholen will. Wie passend: Jeder Starter erhielt als Anerkennung eine Urkunde - und ein Duschgel.

22.07.2010
Fussball

Sieg zum Geburtstag
FUSSBALL: Damenturnier des SV Bökendorf
(Neue Westfälische vom 19.07.2010, Text Nils Kiene)

Bökendorf. Am Donnerstag wusste noch niemand von dem kurzfristigen Einsatz. Nur zwei Tage später können die Damen des SV Ottbergen-Bruchhausen einen weiteren Turniersieg auf ihrem Konto verzeichnen. Ganz souverän gewann das Team von Peter Marquardt beim Damen-Turnier in Bökendorf.

"Wir sind zufrieden mit dem Turnier. Wenn die Teams wiederkommen, richten wir es nächstes Jahr wieder aus", verspricht Helmut Bolte vom Organisatoren-Team. Auf ein Wiedersehen freuen sich sicherlich auch die Ottberger Damen. Für sie steht eine Titelverteidigung auf dem Plan. Zwar ließ man in der Neunergruppe Gastgeber Bökendorf zunächst den Vortritt, aber ein Torverhältnis von 29:1 spricht eine eindeutige Sprache und macht den Bezirksliga-Neuling zum klaren Favoriten. Die Bökendorferinnen waren es auch, die dem Bezirksligist aus Ottbergen beim 1:1 das einzige Gegentor bescherten. "Die Mannschaft hat sich echt verstärkt", kam der Bökendorfer Gruppensieg für Bolte nicht ganz überraschend. Auf den Rängen drei und vier folgten der TuS Pömbsen und Phoenix Höxter ins Halbfinale. Allerdings schon mit vier und sechs Punkten Rückstand auf die beiden Führenden.

Das Gruppenspiel gegen Phoenix Höxter gewann der Gastgeber noch mit 1:0, im Halbfinale war dann ein wenig die Luft raus und Höxter setzte sich klar mit 3:0 durch. Ebenfalls mit 3:0 schaffte der Favorit Ottbergen den Finaleinzug. Zwei Mannschaften hatten kurzfristig abgesagt und Ottbergen war eingesprungen. "Natürlich wollten wir weit kommen. Dass wir das Finale dann auch gewinnen, ist umso schöner", erklärt Ottbergens Coach Peter Marquardt. Für einen optimalen Start ins Endspiel sorgte Carolin Stöver mit ihrem schnellen Führungstreffer. Phoenix war bemüht, hatte aber wenig entgegenzusetzen. Mariella Oebbeke besiegelte mit zwei Toren den unangefochtenen Turniersieg. "Wir hatten eine gute Mannschaft, aber auch eine gute Tagesform", freut sich Marquardt über den Erfolg, will ihn aber nicht zu hoch bewerten. Wer aber in zehn Spielen nur ein Gegentor kassiert, der braucht nicht bescheiden zu sein. "Der Sieg ist ein tolles Geburtstagsgeschenk", konstatiert ein zufriedener Peter Marquardt. Nach einem 2:0 im kleinen Finale gegen Bökendorf sichert sich der TuS Pömbsen noch den dritten Platz.

05.07.2010
Fussball

B-Juniorinnen machen es ganz souverän
FUSSBALL: Ottbergen/Bruchhausen - Asemissen 7:0
(Neue Westfälische vom 05.07.2010, Text Lars Lange)

Ottbergen. Die B-Juniorinnen des SV Ottbergen/Bruchhausen sind souverän in die Bezirksliga aufgestiegen. Im letzten Spiel der Aufstiegrunde, gegen den TuS Asemissen, gewann die Elf von Trainer Michael Oebbeke mit 7:0 und holte so neun Punkte in drei Spielen. "Ich bin überglücklich und mehr als zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Wir haben von Beginn an dominiert und verdient gewonnen. Das war spielerisch viel besser als im letzten Spiel gegen den FC Augustdorf. Unsere Chancenverwertung muss aber noch besser werden", erklärte Coach Oebbeke.

Der SV fand besser in die Partie und erspielte sich sofort hochkarätige Torchancen. Nach nur zwei Minuten taucht Julia Jünnemann vor dem Tor auf, setzt das Leder aber drüber. Nur eine Minute später zielt Topstürmerin Mariella Oebbeke knapp daneben. 20 Minuten später machte es Oebbeke dann aber besser und brachte den Gastgeber verdient in Front. Durch einen Hammer in der 32. Minute erhöhte die Tochter des Trainers auf 2:0. Der SV vergab im weiteren Verlauf zahlreiche Großchancen und hatte kurz vor der Pause Glück, dass der Fernschuss von Asemissens Stürmerin Franziska Löding nur an den Pfosten krachte. In der zweiten Hälfte konnte der TuS die erste Chance für sich verbuchen, doch SV-Torfrau Carolin Böttcher hielt stark (42.). Wenig später drehte Ottbergen/Bruchhausen aber wieder auf und entschied das Spiel. Die Spielerin des Tages, Mariella Oebbeke, flankt zu Jünnemann, die zum 3:0 trifft (44.). Der Gast ergab sich nun seinem Schicksal und machte in der Offensive gar nichts mehr. Dadurch entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor und der SV kam zu Chancen über Chancen. In der 59. Minute schließt Oebbeke eiskalt eine Konter zum 4:0 ab, Jünnemann vollendet vier Minuten später einen Sololauf von Julika Klein zum 5:0. In der 65. Minute behält Leonie Holtemeyer die Nerven und geht an TuS-Schlussfrau Lavenia Pauls zum 6:0 vorbei. Den 7:0-Endstand erzielt Asemissens Verteidigerin Anna-Sophia Kern per Eigentor nach scharfer Hereingabe von Holtemeyer (75.).

SV Ottbergen/Bruchhausen: Böttcher, Klein (64. Gogrewe), Butterwegge, Hoppe, Bannenberg (66. Golüke), Jünnemann, Holtemeyer, Oebbeke, Rheker, Lange (15. Bierbüsse), Stockmeier
TuS Asemissen: Pauls, Koch, Kern, Siekmann, Klett, Foth, D. Weinhold, Krumme, L. Weinhold, Löding, Brinkmann
Tore: 1:0 Oebbeke (23.), 2:0 Oebbeke (32.), 3:0 Jünnemann (44.), 4:0 Oebbeke (59.), 5:0 Jünnemann (63.), 6:0 Holtemeyer (65.), 7:0 Kern (Eigentor) (75.)

21.06.2010
Fussball

Revanche für den Einspruch gelungen
SV Ottbergen/Bruchhausen gewinnt auch das zweite Entscheidungsspiel gegen Eichholz
(Neue Westfälische vom 21.06.2010, Text Nils Kiene)

Ottbergen. Vorgeführt. Die Damen des SV Ottbergen-Bruchhausen zeigten in der zweiten Auflage des Entscheidungsspiels gegen Eichholz/Remmighausen, wer in die Bezirksliga gehört. Beim 4:1 ließ Ottbergen dem Gegner keine Chance. Dieses Mal gibt es keinen Grund zum Einspruch.

Der Ärger um den Einspruch und das erneute Entscheidungsspiel ließen die Ottbergerinnen ganz schnell vergessen. Die Elf von Peter Marquardt legte einen Traumstart hin und führte nach nicht einmal vier Minuten. Und das per Konter. Nachdem der Tumult am eigenen Strafraum geklärt war ging es ganz schnell Rexhepi steckt durch auf Carolin Stöver, die es sich frei vor der Eichholzer Torfrau Teuteberg nicht nehmen lässt, zur Führung einzuschieben.

Verhaltener Jubel bei der Schützin, aber Riesenlärm beim Ottberger Anhang. Carolin Stöver war es auch, die dem Spiel mit ihrem zweiten Treffer eine eindeutige Richtung verpasste (21.). Nathalie Bannenberg hatte in dieser Szene das Auge für die auf links freistehende Mitspielerin. Das K.O. fügte sich Eichholz anschließend selbst zu. Ein Abstoß landet direkt im Fuß von Egzona Rexhepi, die daraufhin eine bisher überzeugende Leistung mit einem Tor krönt. Von den Lippern war seit der dritten Minute nichts mehr zu sehen. Erst bei einem schmeichelhaften Freistoß wurde es wieder gefährlich. Beim Schuss von Katrin Schnatmann genau in den Winkel kann sich Ottbergens Schlussfrau Carolin Böttcher so lang machen wie sie will, eine Chance hat sie bei dem Freistoß nicht (33.). Kurz nach dem Wechsel die Antwort. Rexhepi lässt drei Gegenspielerinnen stehen, scheitert erst an der gegnerischen Torfrau, setzt dann aber erfolgreich nach - ihr zweiter Treffer zum 4:1. Die Entscheidung und die Fans feierten schon den Aufstieg.

Mit der sicheren Führung im Rücken nahm der SV zwei Gänge raus und ließ den Gegner arbeiten. "Bei Eichholz war dann trotzdem nix mehr los", bemerkte auch Trainer Peter Marquardt. "Sie hätten nach dem verlorenen Elfmeterschießen als besserer Verlierer dagestanden. Der Sieg war mehr als verdient", so Marquardt. Liza Jacobi und Nathalie Bannenberg hatten sogar noch weitere gute Chancen, die Führung weiter auszubauen.

Ottbergen: Böttcher, G. Bannenberg (60. Weskamp), Held, Marquardt, Stöver, Rexhepi, Franklin, Lödige, N. Bannenberg (85. Roth), Jacobi (86. Specht), Föckel
Eichholz: Teuteberg, Rieß (34. Münzing), Bookmann, Boenke, Lawrenz (34. Thevissen), Versteegh, Labus, Khanounxay, Schnatmann, Janzen, Diekmann
Tore: 1:0 Stöver (4.), 2:0 Stöver (21.), 3:0 Rexhepi (28.), 3:1 Schnatmann (33.), 4:1 Rexhepi (49.)

23.12.2009
Fussball

Bökendorf brilliert in Höxter - Beim Adventsturnier jubeln auch Brakel und der TuS Lüchtringen
(Westfalen-Blatt vom 21.12.2009, Text ris)

Höxter (ris). 17:1 Tore. Mit einer hervorragenden Leistung haben die Frauen des SV Bökendorf das Adventsturnier von Phönix Höxter gewonnen. Die SpVg. Brakel hat sich bei den B- und D-Juniorinnen den Siegerpokal geholt. Der TuS Lüchtringen ist das Maß aller Dinge bei den Seniorenkickern gewesen.

Frauen
Janine Conrad brachte den SV Bökendorf mit zwei Treffern im Halbfinale in Führung. In der letzten von acht Minuten verkürzte Conny Tautz für den SV Scherfede-Rimbeck II auf 1:2. Wenige Sekunden später sorgte Vera Tebbe mit dem 3:1 für den Finaleinzug des SV Bökendorf. Zeitgleich gewann der SV Ottbergen/Bruchhausen 4:3 nach Neunmeterschießen gegen Würgassen. Anschließend sicherte sich Würgassen nach zwei Treffern von Nina Lange Rang drei. 2:1 lautete das Resultat gegen den SV Scherfede/Rimbeck. Kathrin Block hatte für Scherfede getroffen. Im Endspiel brachte Janine Conrad den SV Bökendorf mit zwei Treffern in Front. Der SV Ottbergen/Bruchhausen musste sich geschlagen geben, denn Meike Grewe erhöhte noch auf 3:0 für die Bökendorferinnen, die höherklassige Teams nach tollen Auftritten hinter sich gelassen hatten.

20.11.2009
Fussball

Kreisliga B: Richau ist fünf Monate gesperrt
(Westfalen-Blatt vom 20.11.2009, Text syn)

Ottbergen/Bruchhausen. B-Liga-Fußballer Daniel Richau (SV Ottbergen/Bruchhausen) ist bis zum 1. April 2010 gesperrt. Die Kreisspruchkammer ahndete damit die Vorfälle nach dem Spiel gegen die SpVg. Rolfzen/Sommersell. Die Partie war im Oktober bereits abgepfiffen, als es zu Handgreiflichkeiten und Beleidigungen auf dem Spielfeld kam. Zum genauen Hergang gab es vor der Kammer unterschiedliche Zeugenaussagen. »Wir haben schließlich die Version des Schiedsrichters gewertet, da sie uns am glaubwürdigsten erschien«, erklärt Kammermitglied Ralf Wortmann. Nach dem Abpfiff hat der Vereins-Linienrichter der SpVg. Rolfzen/Sommersell seine Fahne zur Seite gelegt.

Anschließend kam es zu einer Diskussion mit einem Spieler. Daniel Richau, der während des Spiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, sagte vor der Kammer aus, er habe den Streit zwischen dem Linienrichter und dem Spieler schlichten wollen. Dabei habe er den Linienrichter zur Seite geschoben. Dieser sei daraufhin umgefallen. Der Linienrichter behauptete, er habe einen Faustschlag an den Hinterkopf bekommen. Der Schiedsrichter erklärte, Richau habe den Linienrichter von hinten am Kragen gepackt und geschüttelt. »In jedem Fall hat es sich um eine Tätlichkeit gehandelt«, berichtet Ralf Wortmann. Tätlichkeiten gegen Schieds- oder Linienrichter werden mit einem Jahr Sperre, in minderschweren Fällen mit sechs Monaten Sperre geahndet. »Da das Spiel aber bereits beendet war und der Vereins-Linienrichter seine Fahne zur Seite gelegt hatte, haben wir ihn als Betreuer gewertet«, begründet Wortmann. Daher konnte die Kammer die fünfmonatige Sperre verhängen.

29.09.2009
Fussball

Mildes Urteil für Alhausen und Köhler: KSK-Urteil im Fall Ottbergen-Alhausen
(Neue Westfälische vom 29.10.2009, Text Wolfgang Tilly)

Hembsen. Weil Fans des SV Alhausen/Pömbsen am 9. September im Kreisliga B-Spiel beim Mitkonkurrenten Ottbergen/Bruchhausen den Schiedsrichter während des Spiels und nach dem Schlusspfiff mit Beleidigungen bedachten, muss der Verein eine Kollektivstrafe von 150 Euro und die Verfahrenskosten berappen. Parallel dazu bekam Rot-Weiß-Trainer Dieter Köhler einen Verweis ausgesprochen. Er war nach einer angeblichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters erregt auf das Spielfeld gelaufen. Das ist das Urteil der Kreisspruchkammer aus der jüngsten Sitzung in Hembsen. Köhler räumte ein Betreten des Spielfeldes ein. Er widersprach aber den Vorwürfen des Unparteiischen, ihn dabei beleidigt zu haben. "Ich habe ihm nur gesagt, dass er die Auseinandersetzung zwischen den beiden Spielern gar nicht gesehen haben kann", sagte er hierzu. Nach der Hinausstellung des Alhausener Christoph Tiemann mischten sich die mitgereisten Gästefans lautstark mit unschönen und nicht auf den Sportplatz gehörenden Beleidigungen ein. Dies schilderte der mit zehn "Schiedsrichterjahren" recht erfahrene Mann in schwarz. "Ich wurde ständig von Außen aus der Alhausener Zuschauerschaft beleidigt", schilderte Beineke das Erlebte. "Ich habe mir nicht alle Schimpfwörter merken können. Aber die im Sonderbericht beschriebenen Ausdrücke sind auch so gefallen."

"Nach dem Schlusspfiff haben mich Bruchhausener Ordner durch die immer noch aufgebrachten Gästezuschauer zu einem Verkaufstand gebracht, wo ich den Spielbericht ausfüllen wollte", schilderte er ruhig weiter. "Auf dem Weg dorthin wurde ich von einem einzelnen Zuschauer nochmals mit mehrfachen Beleidigungen bedacht. Als ich mit der Polizei drohte, wollte er sich in drohender Haltung einen Weg zu mir bahnen." Aus seiner Sicht kam es nicht zu einem körperlichen Kontakt, weil Ordner ihn beschützten. Ein Bruchhausener Vereinsfunktionär, der als Ordner während des Spiels eingesetzt war, bestätigte im Wesentlichen die Ausführungen des Unparteiischen. Nur zu der letzten Attacke auf Beineke konnte er keine Angaben machen. Kammervorsitzender Ralf Wortmann begründete die Höhe der 150 Euro-Vereinsstrafe damit, dass Alhausen bisher nicht durch ähnliche Dinge vorbelastet ist. "Trotzdem sind Sie als Verein für das Verhalten Ihrer Zuschauer verantwortlich", wandte er sich an die Alhausener Delegation. "Weiterhin sind wir von nur einem Zuschauer ausgegangen, der den Schiedsrichter bedroht hat." Dieter Köhler erhielt wegen unsportlichen Verhaltens einen Verweis. Da beide Vereine das Urteil akzeptierten, wurde es sofort rechtskräftig.

24.09.2009
Fussball

Schiedsrichter wehrt sich gegen Angriffe: Trainer Dieter Köhler soll Fans angestachelt haben
(Westfalen-Blatt vom 24.09.2009, Text und Foto Sabrina Rheker und Stefan Dierkes)

Foto WB, Sabrina RhekerOttbergen (WB). Das Topspiel der Fußball-Kreisliga B zwischen dem SV Ottbergen/Bruchhausen und dem SV Alhausen/Pömbsen wird ein Nachspiel vor dem Sportgericht haben. Schiedsrichter Benjamin Beineke hat einen Sonderbericht geschrieben. Stein des Anstoßes war am vergangenen Sonntag eine Aktion kurz vor der Halbzeitpause. Der Alhausener Christoph Tiemann erkämpfte sich auf Höhe des Mittelkreises den Ball vom Ottbergener Daniel Richau. Beineke unterbrach die Begegnung nach eigenen Angaben nicht, weil es nach Foulspiel von Richau eine Vorteilssituation für Alhausen gegeben habe.

»Wenig später hörte ich während der neuen Spielsituation eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen Tiemann und Richau«, führte Beineke aus. »Danach sah ich beim Blick über die Schulter, dass Tiemann seinen Gegenspieler Richau zu Boden stieß.« Der Unparteiische zückte die rote Karte gegen Tiemann und den gelben Karton gegen Richau. Dieter Köhler, Trainer der Alhausener und in dieser Partie vorher schon zweimal ermahnt, stürmte auf das Spielfeld. Der Coach äußerte seinen Unmut. »Natürlich habe ich auf dem Platz nichts zu suchen«, gesteht der Übungsleiter ein. Benjamin Beineke verwies den Übungsleiter von der Sportanlage. Köhler richtete sich auf eine unmittelbar an den Sportplatz grenzende Wiese ein und machte sich, so führt es Beineke aus, weiterhin lautstark bemerkbar. »Der Alhausener Trainer hat die Zuschauer der Gäste angestachelt«, sagt Beineke. Die Fans der Alhausener beschimpften den Referee. Betrüger und Schieber wurde unter anderem gerufen.

»Ich bin überzeugt, dass der Schiedsrichter die Situation nicht beurteilen konnte. Er lief in eine andere Richtung«, führt Dieter Köhler aus. Auch Ottbergens Trainer Werner Streich stellt auf Anfrage dieser Zeitung fest: »Ich bin mir nicht sicher, ob der Schiedsrichter das Geschehen verfolgen konnte.«

Bis zum Abpfiff und noch lange danach sollen Alhausener Zuschauer ihren Unmut über die Leistung des Referees kund getan haben. In der Schlussphase verwies Beineke zwei weitere Akteure des SV Alhausen/Pömbsen jeweils mit gelb-roter Karte des Feldes. Ordner mussten den Spielleiter nach dem Schlusspfiff vom Spielfeld geleiten. »Ein aufgebrachter Zuschauer wollte mich angreifen«, sagte Beineke. Nur aufgrund des beherzten Eingreifens der Ordner wurde nach den Ausführungen des 22-jährigen Schiedsrichters aus Holzminden Schlimmeres verhindert.

»Aufgrund der Vorkommnisse musste ich einen Sonderbericht anfertigen«, will Beineke die Beleidigungen und Angriffe gegen sich nicht hinnehmen. Insbesondere der Alhausener Trainer habe die Stimmung unnötig angeheizt.

Vor Ort war auch Staffelleiter Adolf Muhr, der die Entscheidung des Schiedsrichters zum Feldverweis Tiemanns für vertretbar hält. »Wenn ein Trainer zudem unaufgefordert auf den Platz läuft, muss er mit Konsequenzen rechnen«, sagte Muhr. Das Spitzenspiel der B-Liga, das 1:1 endete, wird nun ein sportgerichtliches Nachholspiel haben. Die Kreisspruchkammer wird die Beteiligten vorladen. Ein Termin steht noch nicht fest.

27.08.2009
Fussball

Marien-Apotheke unterstützt Damenmannschaft
Neue Trikots für den SV Ottbergen-Bruchhausen
(Neue Westfälische vom 27.08.2009)

Foto Damen SVOttbergen. Die zu Saisonbeginn neu gegründete Damenmannschaft des SV Ottbergen-Bruchhausen freut sich neben dem erfolgreichen Saisonstart (9:2 gegen SG Berlebeck/Heiligenkirchen) über einen neuen Trikotsatz. Die Marien-Apotheke Ottbergen, Inhaberin Martina Unger, übergab die neue Ausstattung persönlich an die Mannschaft und deren Trainer Peter Marquardt. Das Team bedankt sich bei der Marien-Apotheke und freut sich über die Unterstützung der ortsansässigen Apotheke.

Foto: oben, v. l.: Herr u. Frau Unger (Trikot-Sponsoren Marien-Apotheke), Teresa Lödige, Michelle Specht, Liza Jacobi, Annika Sänger, Kathrin Föckel, Simone Held, Peter Marquardt (Trainer)
unten, v. l.: Andrea Breker, Carolin Stöver, Carolin Böttcher, Sarah Franklin, Anne Marquardt, Vanessa Schmalzbauer
es fehlen: Janine Radke, Anne Wilm, Egzona Rexhepi, Rilana Hoppe, Nathalie Bannenberg, Gisela Bannenberg, Stefanie Breker, Ulla Eikermann-Böhner (Betreuerin)

17.08.2009
Leichtathletik

Amstutz und Brand gewinnen zusammen
Laufen: Nur 83 Starter beim bestens organisierten 5. Laurentiuslauf des SV Ottbergen/Bruchhausen
(Neue Westfälische vom 17.08.2009; Dieter Müller)

Bruchhausen. Schön, wenn man nach anstrengenden und schnellen elf Kilometern noch genügend Puste zum Scherzen hat. "Hast du überhaupt geschwitzt?", fragte Michael Amstutz seinen Trainingspartner. Michael Brand strich sich verlegen durchs Haar und musste feststellen: Nein, kaum, Schweiß ist wenig geflossen. Die beiden Dauervornwegläufer fanden beim Laurentiuslauf in Bruchhausen keine ernst zu nehmende Konkurrenz und freuten sich anschließend diebisch über ihren schnelleren Trainingslauf.

Schnelles Duo: Michael Brand (r.) siegte über elf Kilometer im neongelben Trikot vor seinem Teamkollegen Michael Amstutz. Beide starten für NSU Brakel.Der Streckenrekord blieb unangetastet. Die 38:50 Minuten, die Sebastian Brandt vor zwei Jahren bei seinem eiligen Lauf über die drei Runden á 3,7 Kilometer durch den Kurpark in Bruchhausen gebraucht hatte, haben weiterhin Bestand. Weder Michael Amstutz noch Michael Brand griffen richtig an. "Wir haben nicht alles gegeben. Ich habe rund 90 Prozent, und Michael Brand sicher nur 65 Prozent gegeben", meinte Michael Amstutz.

Die beiden Michaels im neongelben Trikot der Non-Stop-Ultra Brakel hatten schon letzte Woche den Sachsenringlauf in Bad Driburg gemeinsam bewältigt und gewonnen. Auch den Laurentiuslauf in Bruchhausen dominierten Amstutz und Brand. Diesmal durfte kurz vorm Ziel am Kurhaus Michael Brand nach vorne.

Der 15 Jahre jüngere der beiden Ausnahmeläufer siegte in 41:22 Minuten für elf Kilometer vor dem zeitgleichen Michael Amstutz. Stefan Brüngel vom PSV Holzminden war keine echte Konkurrenz. Er wurde Dritter in 42:00 Minuten. Patrick Hauer von der DJK Laurentiusheim Warburg kam in 43:21 Minuten als Vierter ins Ziel vor Dieter Weinholz vom SV Brenkhausen/Bosseborn, der zusammen mit seinem Teamkollegen Martin Schoppmeier in 44:49 Minuten ankam.

Siebter wurde Hubert Quest von der NSU Brakel in 45:18 Minuten vor den beiden Hembsern Rainer Müller (45:41 Minuten) und Christoph Giefers (45:42 Minuten). Andreas Neu ist wieder in Form. Der Amelunxer, der noch immer den Marathon-Kreisrekord hält, bereitet sich auf den Sparkassen-Marathon vor. In Bruchhausen lief er auf den zehnten Platz in 45:44 Minuten und war damit zufrieden.

Über 3,9 Kilometer hatte Nico Langner ein Heimspiel. Der 19-Jährige vom SV Ottbergen/Bruchhausen gewann in 13:38 Minuten vor dem drei Jahre jüngeren Eike Schroth von NSU Brakel in 14:35 Minuten.

Der Laurentiuslauf des SV Ottbergen/Bruchhausen ist ein von Ludger Spiegelberg und André Bielemeier gut organisierter Lauf, der über eine schöne und flache Strecke verläuft. Optimal. Unterwegs feuern gut gelaunte Bruchhäuser jeden Läufer mit Klatschen und mit Rasseln an - toll. Aber nur 83 Läufer starteten bei der fünften Ausgabe in Bruchhausen. Der Laurentiuslauf ist ein Lauf, der viel mehr Teilnehmer verdient hätte.

07.08.2009
Fussball

Neulinge wagen das Abenteuer
(Westfalen-Blatt vom 06.08.2009, Text Frederic Weber)

Kreis Höxter (WB). Die Frauen sind auf dem Vormarsch. Gleich zwei neue Mannschaften aus dem Sportkreis Höxter wollen die Fußball-Kreisliga Lippe/Höxter bereichern.

FC Aa Nethetal
Der FC Aa-Nethetal schickt erstmals in seiner Geschichte eine Frauenmannschaft ins Rennen. Trainer Stephan Bobbert geht deshalb auch ohne große Erwartungen in die neue Spielzeit. »Dabei sein ist alles«, lautet das Motto des FC. Es soll vor allem der Spaß im Vordergrund stehen. Alle Spielerinnen haben bislang noch nie im Verein Fußball gespielt. Die Unerfahrenheit ist das größte Problem der Nethetalerinnen. Trotzdem sind alle Spielerinnen motiviert bei der Sache und wollen die neuen Erfahrungen angehen. »Aufgrund der fehlenden Erfahrung werden wir uns erst einmal weiter unten einordnen«, sagt der Trainer. Er selbst kennt die neue Liga nicht genau, schätzt aber die Konkurrenten Bökendorf und Ottbergen als sehr stark ein. Bobbert erwartet ein großes und breites Mittelfeld in der Liga. Beim FC steht die mannschaftliche Geschlossenheit im Vordergrund. Das Team lebt vom Zusammenhalt. Bobbert möchte auch keine seiner Spielerinnen herausheben, da sich die Stärke der Mannschaft erst im Saisonverlauf zeigen wird. Er weiß aber, dass er sich auf seine Torhüterin verlassen kann: »Vivien Mertins ist für uns ein wichtiger Rückhalt«, erklärt der Coach.

SV Ottbergen/Bruchhausen
Neben Nethetal meldet auch der SV Ottbergen/Bruchhausen eine neue Damenmannschaft. Zuletzt gingen Frauen vor 15 Jahren beim SV auf Punkt- und Torejagd. Trainer ist Peter Marquardt, der in der vergangnen Spielzeit noch die Frauen der SpVg. Brakel trainierte. Von dort bringt er gleich sechs Spielerinnen mit. Carolin Stöver, Sarah Franklin, Anne Marquardt, Liza Jacobi, Anna Wilm und Egzona Rexhepi verstärken das neue Frauenteam. Außerdem kommen Annika Wenger aus Driburg und Gisela Bannenberg von Phönix Höxter.

Vor allem Stöver sei eine große Verstärkung. »Sie ist wahrscheinlich die beste Spielerin in der Kreisliga«, lobt Marquardt seine Spielmacherin. Seine Wertschätzung ergibt sich darin, dass er Stöver gleich zur Kapitänin gemacht hat. Alle Spielerinnen, die Marquardt von der Nethe mitgebracht hat, könnten auf Anhieb Bezirksliga spielen.

Das Mittelfeld mit Carolin Stöver ist das Prunkstück bei den Ottbergerinnen. Eine weitere verlässliche Größe ist die Torhüterin Carolin Böttcher, die von der Mädchenmannschaft hochgemeldet wird. »Sie hat ein gutes Stellungsspiel auf der Linie und hat auch fußballerisch einiges drauf«, beschreibt der Übungsleiter seine Nummer Eins. Ottbergen hat bislang zwei Testspiele bestritten. Gegen Nethetal siegte der SV mit 19:0, gegen Bezirksligist Phönix Höxter verlor man mit 2:6.

»Wir haben uns gut geschlagen und gezeigt, dass wir mithalten können«, beurteilt Marquardt die Partie gegen die Kreisstädterinnen. Das Ziel des Neulings ist ein Platz im oberen Drittel.

15.07.2009
Fussball

B-Ligist zeigt großes Herz
Fußballer des SV Ottbergen-Bruchhausen helfen Kindern
(Westfalen-Blatt vom 15.07.2009, Text und Foto Michael Risse)

Westfalen-Blatt 15.07.2009

14.07.2009
Fussball

Team aus der Lethargie erweckt
(Westfalen-Blatt vom 14.07.2009, Text und Foto Michael Risse)

Foto WB, Michael RisseOttbergen (WB). »Wir werden in bessere Welten aufbrechen.« Vollmundig verspricht Werner Streich, Trainer des SV Ottbergen/Bruchhausen, den Aufschwung. Mit sechs Neuzugängen und einem kompaktem Team will das Team ins erste Drittel der B-Liga vordringen. »Bereits der Name SV Ottbergen/Bruchhausen muss suggerieren, dass sich in diesem Verein etwas bewegt«, sagt Trainer Werner Streich. Der 42-Jährige aus Erwitzen übernahm im September 2008 das Traineramt bei den Fusionierten. Mit mageren vier Punkten stand der SV Ottbergen/Bruchhausen damals auf Rang 15. Im Juni 2009 gab es mit Platz neun ein versöhnliches Ende der Spielzeit.

Schon im Frühjahr hielt beim SV Ottbergen/Bruchhausen endlich Ehrgeiz Einzug. Die Tristesse der vergangenen Jahre sollte vorbei sein. Streich und Co. wollen dem Klub neuen Schwung einhauchen. In ihren Zielen bleiben sie nach wie vor bescheiden. Zunächst einmal wollen sie attraktiven Fußball spielen und einen Platz über dem Mittelfeld belegen.

Werner Streich sieht den SV Alhausen/Pömbsen und den SV Steinheim als Favoriten. Dahinter werde es ein breites Mittelfeld geben. »Wir wollen langfristig etwas erreichen«, stellt der Coach heraus. Einheimische Kicker wurden zurückgeholt oder reaktiviert. Florian Fuhrmann kam schon im Winter, weitere sind ihm nun gefolgt. Sascha Zimmermann spielte bis zuletzt beim TuS Erkeln in der Bezirksliga. Selbst wenn er nicht regelmäßig auflaufen könne, sei er für die B-Liga ein herausragender Spieler. Eine Verstärkung ist auch Tobias Foitzik, der vor zwei Jahren dem Kader der SpVg. Brakel I angehörte. Nach knapp einem Jahr Pause sollten die Fans von ihm jedoch keine Wunder erwarten. Auch Johann Huhn und Dennis Foitzik wagen einen Neuanfang. Dennis Foitzik engagiert sich bereits seit Monaten und motivierte seinen Zwillingsbruder zum Comeback. Dennis Foitzik fungiert Co-Trainer.

Taktisch ist die Marschroute klar. »Wir haben viele schnelle Leute. Unser Spiel wird offensiv ausgerichtet sein.« Experimente, wie eine Viererkette, wird Streich nicht riskieren: »Dafür haben wir nicht die Spieler.«

Am kommenden Wochenende reist das Team zum Trainingslager nach Kaiserau. Im Gepäck sind dann neben neuen Trainingsoutfits auch Ausgehhemden. Ob der SV Ottbergen/Bruchhausen in der Saison 2009/2010 sportlich gut aussieht, soll sich bereits im Testspiel gegen Streichs Ex-Klub FC Siddessen und kurz vor Ligabeginn im Pokal gegen den FC Stahle zeigen. Der SV Ottbergen/Bruchhausen will bis dahin Selbstbewusstsein tanken.

Kader des SV:
Abgänge: Markus Groppe, Wilhelm Lödige (beide TuS Godelheim)
Zugänge: Sascha Zimmermann (TuS Erkeln), Yasar Öngüc (TIG Brakel), Dennis Foitzik (zuletzt zwei Jahre Pause, davor SG Ottbergen/Bruchhausen), Tobias Foitzik (Neuanfang nach fast einem Jahr Pause, zuvor SpVg. Brakel II), Johann Huhn (SpVg. Brakel II, zuletzt ein halbes Jahr Pause), Nils Kronenberg (eigene A-Jugend)

Tor: Thomas Held (42)
Abwehr: Lukas Böttcher (18), Nils Kronenberg (18), Sebastian Holländer (34), Yasar Öngüc (25), Tobias Fuhrmann (27)
Mittelfeld: Sascha Zimmermann (26), Dennis Foitzik (27), Daniel Richau (23), Johann Huhn (22), Matthias Braun (44), Jan Hesse (24), Önder Öngüc (21), Kamil Sen (20)
Angriff: Florian Fuhrmann (25), Tobias Foitzik (27), Sven Bandari (21)
Trainer: Werner Streich (42, seit September 2008)
Saisonziel: Mittelfeldplatz
Favoriten: SV Alhausen/Pömbsen, SV Steinheim

13.07.2009
Allgemein

In rosarot ein Herz für Kinder
Ottbergen/Bruchhausen mit einer tollen Aktion
(Neue Westfälische vom 13.07.2009, Text und Foto Nils Kiene)

Foto NW, Nils KieneOttbergen. Beim SV Ottbergen/Bruchhausen tut sich was. Mit der Aktion "Ein Herz für Kinder" macht der Nethe-Club auf sich aufmerksam. Auch sportlich soll es dadurch langfristig wieder bergauf gehen.

Zugegeben, an die neuen rosa Trikots muss man sich erst einmal gewöhnen. Fest steht aber, dass der SV Ottbergen/Bruchhausen mit dem neuen Outfit und der Intention dahinter für Aufsehen sorgen wird. Und das ist auch das Ziel der Aktion, die Torwart Thomas Held ins Leben rief. Der Selbstständige sponserte seiner Truppe ein komplett neues Dress - von Trikots über Trainingsanzüge und Polo-Shirts bis hin zu einem neuen Satz Bälle. Anstelle seines Namens prangert allerdings ein rotes großes Herz auf der Brust der Ottberger - das Logo der Stiftung "Ein Herz für Kinder".

"Das ist der Anfang einer langfristigen Entwicklung", erläutert SV-Trainer und Mit-Organisator Werner Streich. Der SV kann sich nun wieder sehen lassen. Auf dem Sportplatz in neuer einheitlicher Kluft, im Internet auf seiner neu gestalteten Homepage und vielleicht bald auch wieder in der A-Liga. In jedem Fall aber in der Öffentlichkeit mit seinem wohltätigen Engagement. "Ich hoffe, dass wir uns durch die Aktion neu positionieren können. Die Leute sollen merken, dass sich in Ottbergen etwas tut", hofft Streich auf positive Resonanz.

Mit Teilen des Erlöses aus dem Verkauf von Fan-Artikeln und Eintrittskarten wird "Ein Herz für Kinder" unterstützt. Außerdem sind verschiedene Benefiz-Veranstaltungen zugunsten der Hilfsorganisation geplant. Eine große in jedem Jahr.

Die Planungen laufen derzeit für ein Benefiz-Spiel einer Höxteraner Kreisauswahl gegen den Zweitlisten SC Paderborn. Zugesichert wurde dem B-Ligisten das Spiel bereits, auf einen Termin wartet Streich gespannt. Der Trainer rechnet mit Sommer 2010. Bis dahin kann sich der B-Ligist an seine rosa Arbeitskleidung gewöhnen. Einige Akteure schienen sich schon jetzt ganz wohl darin zu fühlen.

29.06.2009
Fussball

Im Endspiel drehen die Brakeler richtig auf
FUSSBALL: Die Spvg. Brakel verteidigt den Kreispokal der B-Juniorinnen
(Neue Westfälische vom 29.06.2009, Sebastian Buob)

Ottbergen. Eindrucksvoll: Die B-Juniorinnen der SpVg Brakel verteidigten im Kreispokal ihren Titel. Der frisch gebackene Westfalenligist düpierte den SSV Würgassen im Endspiel und siegte mit 6:0. Das Besondere: Die Brakelerinnen erzielten in nur 25 Turnierminuten sechs Final-Tore. Ein reguläres Spiel dauert 80 Minuten. Dabei war das Spielfeld in Ottbergen in keiner Weise verkleinert, sondern hatte die gleiche Größe, die es in der offiziellen Meisterschaft hat. Der SSV Würgassen war erst über den Elfmeter-Umweg ins Endspiel gekommen. In Gruppe B lag das Leistungsniveau aller Mannschaften nämlich sehr nah beieinander. Drei Spiele, drei Unentschieden und bei Ottbergen/Bruchhausen und Würgassen auch gleiche Tordifferenz. Der TuS Ovenhausen musste aufgrund der weniger erzielten Tore vorzeitig abreisen - man hatte sich zweimal 0:0 getrennt, während Ottbergen und Würgassen im direkten Vergleich immerhin ein 1:1 glückte.

Das Siebenmeter-Schießen entschied der SSV Würgassen für sich. Würgassen stand im Finale, der eigentliche Gruppenfavorit Ottbergen/Bruchhausen spielte nur noch um Platz drei. Die SpVg Brakel hatte es auf ihrem Weg ins Endspiel wesentlich leichter. Phönix Höxter wurde mit 1:0, der TuS Bad Driburg sogar mit 4:0 besiegt. Der Driburger glückte durch ein 1:0 über Phönix Höxter zumindest der Einzug ins Spiel um Platz drei. Dort gab Gastgeber Ottbergen den Ton an, ohne Torgefahr auszustrahlen. Mariella Oebbecke erzielte erst in der Nachspielzeit das Siegtor für die zuletzt in der Bezirksliga-Relegation gescheiterten Ottbergerinnen. Das Endspiel war eine eindrucksvolle Vorstellung der SpVg Brakel.

Dilara Kir (5.), Lisa Simon (10.), Lena Göllner (12.), Julia Jünnemann (17.), Dilara Kir (22.) und Tanja Scholz (23.) erzielten die Tore zum 6:0. Es war zugleich Abschiedsspiel für Sarah Vandieken, die in die Regionalliga Süd nach Calden wechselt. "Man merkt den Unterschied. Alle kämpfen, alle geben sich Mühe - wir spielen aber sicherer und schneller", sagt Brakels Trainer Uwe Lindow. Die Brakelerinnen sind in die Westfalenliga aufgestiegen und im Mädchenfußball klare Nummer eins. Das sieht die Konkurrenz ganz ähnlich. "Das Endspiel ist schön. Die Mannschaft ist noch jung. Brakel ist einfach eine Nummer zu groß", sagte Würgassens Trainer Arno Baumann.
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29.06.2009
Fussball

TuS Lüchtringen überrascht alle
FUSSBALL: Waldeyer-Team schaltet beim F-Junioren-Kreispokal die Favoriten aus
(Neue Westfälische vom 29.06.2009, Sebastian Buob)

Ottbergen. "Jetzt geht es geht mit dem Festwagen durchs Dorf. Wir haben Feuerwehrfest", sagte Thorsten Waldeyer. Der Trainer der Lüchtringer F-Jugend hatte das perfekte Wochenende. Der TuS Lüchtringen besiegte völlig überraschend den großen Favoriten TuS Bad Driburg im Siebenmeter-Schießen und ist neuer Kreispokalsieger. Die SpVg Brakel, ebenfalls Mitfavorit, wurde Dritter.

In Brakel haderte man ein wenig mit der Gruppe. Dort tummelten sich drei in der Meisterschaft ganz starke Mannschaften: Driburg, Lauenförde und eben Brakel. "Das ist schon sehr hart", sagte Brakels Betreuer Dirk Beilenhoff. Brakel hatte im entscheidenden Spiel das Nachsehen. Im direkten Vergleich schlug Titelverteidiger TuS Bad Driburg die SpVg Brakel mit 3:0. "Deshalb sind sie auch der verdiente Gruppensieger", so Beilenhoff. Brakel wurde mit drei Siegen immerhin Gruppen-Zweiter. Der SC Lauenförde hingegen erwischte einen rabenschwarzen Tag und schied nach drei Niederlagen vorzeitig aus. Platz drei belegte nach zwei Siegen über Nieheim und Lauenförde der SV Albaxen.

In der Gruppe B dominierten Lüchtringen und Höxter. Entscheidend war der direkte Vergleich. Lüchtringen gewann knapp mit 2:1 und konnte auch alle anderen Spiele der Vorrunde für sich entschieden. So blieb Höxter, das sich nach der Auftaktniederlage gegen Lüchtringen keine Blöße mehr gab, nur Platz zwei.

Das Spiel um Platz drei war somit ein echter Klassiker zwischen Höxter und Brakel - allerdings diesmal ziemlich einseitig. Brakel hatte mit dem SV Höxter keinerlei Schwierigkeiten. Tim Rüther, Laurenz Beilenhoff, Tarik Aksogan und Jonas Mönnig trafen. Brakel siegte 4:0 - ein kleiner Trost für das verpasste Endspiel. Dort war der TuS Bad Driburg Favorit. Schnell führten die Kurstädter nach Toren von Kai Derksen und Marco Ritzenhoff mit 2:0. Lüchtringen kämpfte sich heran. Jan Kirchhoff verkürzte auf 1:2 und Marc Schuster gelang tatsächlich der Ausgleich zum 2:2. In der Verlängerung waren beide Mannschaften platt. Das führte dazu, dass das Endspiel auf die ungünstigste Art entschieden werden musste: Nach Siebenmeter-Schießen. Allen Schützen sah man am Punkt das große Unbehagen deutlich an. Driburg verwandelte nur einen Elfer, Lüchtringen drei. Kurios: Luis Ramos, eigentlich Lüchtringer Torwart, netzte zum entscheidenden 5:3 ein. "In die Endrunde wollten wir schon.

Mit dem Turniersieg war im Vorfeld aber nicht zu rechnen", sagte Lüchtringens Trainer Thorsten Waldeyer, der betonte: "Brakel und Driburg haben mit dem älteren Jahrgang gespielt. Unsere Kinder sind hauptsächlich Jahrgang 2001 und spielen im nächsten Jahr weiter zusammen." Waldeyer gab aber auch zu, in der Vorrunde Glück gehabt zu haben: "Die andere Gruppe war stärker.
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15.06.2009
Fussball

Unglücklicher Elfmeterpfiff entscheidet
FUSSBALL: B-Juniorinnen des SV Ottbergen/B. verlieren in der Aufstiegsrunde mit 1:2 gegen SV Scherfede/R.
(Neue Westfälische vom 15.06.2009, Torsten Wegener)

Foto NW, WegenerOttbergen. Ein fragwürdiger Elfmeterpfiff bescherte den B-Juniorinnen des SV Ottbergen/Bruchhausen einen Fehlstart in der Aufstiegsrunde. Gegen den SV Scherfede/Rimbeck unterlagen die Ottbergerinnen, nach sehr ausgeglichenem Spielverlauf mit 1:2. "Da darf man einfach keinen Elfmeter pfeifen", war Ottbergens Trainer Michael Oebbeke sauer. In der 62. Minute hatte Ottbergens Libero Nathalie Bannenberg die Arme zum Schutz vor den Hals-Brust-Bereich gehoben. Trotzdem entschied Schiedsrichter Bernd Gröne auf Elfmeter. Scherfedes Kathrin Block sagte Danke und traf sicher zum 2:1.
Nach zehn Minute war Ottbergen durch Mariella Oebbeke, die im defensiven Mittelfeld mit starker Zweikampfquote auffiel, in Führung gegangen. Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit leichten Feldvorteilen für Scherfede. Beste Gelegenheiten zum Ausgleich hatte Vanessa Henkenius (16./20.), die jedoch von Torfrau Carolin Böttcher vereitelt wurden.

Auch nach der Pause zunächst das gleiche Bild. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe. Doch mit zunehmender Spielzeit schwanden bei Ottbergen etwas die Kräfte und Scherfede wurde immer dominanter. Folgerichtig gelang Scherfedes Spielmacherin Tanja Krain der Ausgleich (55.), nachdem sie sich gegen zwei Spielerinnen stark durchsetzte. Der Ausgleich machte weitere Kräfte bei Scherfede frei. Doch für die Führung, die jedoch zu diesem Zeitpunkt verdient war, brauchten sie den Elfmeterpfiff. In der Schlussphase warf Ottbergen nochmal alles nach vorne. Torfrau Carolin Böttcher wechselte in den Sturm und sorgte zusammen mit Leonie Holtemeyer, die im offensiven Mittelfeld stark gespielt hat, nochmals für Gefahr. Scherfede rettete aber mit etwas Glück die Führung über die Zeit und überstand auch die Chancen von Oebbeke, Böttcher und Holtemeyer in den Schlussminuten.

SV Ottbergen/Bruchhausen: Böttcher, Butterwegge, Hoppe, Hennemann, Bierbüsse, Wolf, Bannenberg, Knauer, Holtemeyer, Oebbeke, Specht, Reker, Krafzig, Hülkenberg
SV Scherfede/Rimbeck: Künemund, Henkenius, Olejak, Stellpflug, Schulz, Dierks, Reitemeyer, Block, Rothaus, Krain, Zörkler, Schäfer, Berlage,Kriwet
Tore: 1:0 Oebbeke (10.), 1:1 Krain (55.), 1:2 Block (63. Handelfmeter)
Schiedsrichter: Gröne, Weiße und Seibel
Zuschauer: 75

20.03.2009
Fussball

Sparkasse rüstet Mädchen des SV Ottbergen-Bruchhausen aus
(Neue Westfälische vom 20.03.2009)

Ottbergen. Die D-Juniorinnen des SV Ottbergen-Bruchhausen konnten sich über neue Trainingsanzüge freuen. Sparkassenfilialleiterin Anna Lensdorf brachte den Spielerinnen eine Spende in Höhe von 1.000 € mit. Dieses Geld wurde bereits in neue Trainingsanzüge für die seit einem Jahr in der Kreisliga A spielenden Mädchen investiert. Die D-Juniorinnen Mannschaft des SV Ottbergen-Bruchhausen, die mittlerweile aus einem Kader von 17 Mädchen besteht und gerne weitere fußballbegeisterte Mädchen willkommen heißt, konnte die Traininganzüge gleich mit Stolz überziehen.

14.07.2007
Leichtathletik

Fußballer quälen sich den Berg hoch
Laufen: Immer mehr Teilnehmer beim Stootlauf
(Neue Westfälische vom 14.07.2007; S. Brandt)

Ottbergen. "Beliebt mache ich mich bei meinen Spielern bestimmt nicht", schmunzelte Christian Richau. Der Spielertrainer des A-Ligisten SG Ottbergen/Bruchhausen ließ seine Jungs den Stoot hochlaufen - ein Training von besonderer Härte. 24 Sportler konnte Organisator Ludger Spiegelberg am Donnerstagabend begrüßen - Teilnehmerrekord. Viel zu Lachen hatte auf der Strecke jedoch keiner, obwohl sie nur zwei Kilometer lang ist.

Stefan Trepschik beim StootlaufRainer Müller vom TuS Hembsen warnte schon im Vorfeld vor dem Berg: "Die ersten 500 Meter sind ganz harmlos, doch dann geht es hoch. Den letzten Teil kann man bestimmt genauso schnell gehen wie laufen." Mario Meiwes, Ex Torwart vom Verbandsligisten Spvg Brakel, war auch am Fuße des Stoots erschienen. "Ich trainiere nach meinem Rücktritt bei Brakel natürlich weiter. Heute ist mir die Zeit egal. Hauptsache ich komme an." Für welchen Verein Meiwes in der nächsten Saison das Tor hüten wird ist noch ungewiss. "Das mache ich davon abhängig wo ich studieren werde", so der talentierte Torwart.

Im 30 Sekundentakt ging es dann den Berg hoch. Den Rat von Rainer Müller schienen die Fußballer gehört zu haben. So gingen im letzten Abschnitt einige Sportler, um sich nicht total zu verausgaben. "Kurz vor dem Ziel hatte ich Wadenkrämpfe" und war zum Gehen gezwungen", sagte Simon Knipping, Spieler der SG Ottbergen.

Der Tagesschnellste auf dem Gipfel war im Übrigen sein Trainer - Christian Richau (10:27 Minuten) zeigte seiner Mannschaft wie es geht und führte die Truppe kurz nach der Ankunft im Laufschritt wieder Richtung Sportplatz. "Vielleicht machen wir am Ende der Vorbereitung noch einmal bei der Veranstaltung mit. Es ist bestimmt ein gutes Training." Auch Ludger Spiegelberg, nach dessen Idee der Lauf initiiert wurde, meint, dass Fußballer an dem Berg gut trainieren können und ist optimistisch, dass in Zukunft noch mehrere heimische Fußballmannschaften sich der Herausforderung Stootlauf stellen werden.

Der führende Läufer in der Bestenliste des Stootlaufes, Michael Brand (NSU Brakel, 8:54 Minuten), verzichtete aufgrund einer Infektion nach einem Zeckenbiss auf die Teilnahme. Er bereitet sich derzeit auf die Deutsche Hochschulmeisterschaft über 10 Kilometer vor, die am 9. September in Hamburg stattfindet. "Dort möchte ich meine Bestzeit von 31:36 Minuten verbessern", so der Top-Langstreckler des Kreises Höxter.

07.02.2007
Leichtathletik

Der Stoot ist der Hammer
Leichtathletik: Was alles aus einer lustigen Bierwette entstehen kann
(Neue Westfälische vom 07.02.2007; Dieter Müller)

Bruchhausen. Der Stootlauf hat das Zeug zum Kultlauf. Er ist kein ernsthafter Wettkampf, sondern eine nicht minder ernste Leistungsüberprüfung. Wann er stattfindet, wird etwa eine Woche vorher per E-Mail verkündet. Er kostet kein Startgeld, aber es gibt Ergebnis- und sogar Bestenlisten. Der Lauf zum Stoot, einem beeindruckenden Anstieg in Ottbergen, ist außergewöhnlich. Nicht nur wegen seiner knapp 200 Höhenmeter auf 1.500 Meter Gesamtlänge.

Ludger Spiegelberg veranstaltet am Stoot Leistungsüberprüfungen, an denen manchmal bis zu 50 Athleten aus dem Kreis Höxter teilnehmen. Der Ausdauerathlet aus Bruchhausen, der die 10 Kilometer im vorigen Jahr in 40:48 Minuten lief, führt auch Rekordlisten. Auf Platz Eins: Der Herster Michael Brand mit 8:54 Minuten. Aufgestellt hat er die Bestzeit im Mai des vorigen Jahres. "Der ist da ganz schön hochgekachelt. Die Zeit wird wohl so schnell keiner unterbieten", erklärt Bergspezialist Spiegelberg. "Doch, vielleicht", überlegt er, "Andreas Ringhofer. Mal gucken, was der am Stoot läuft."

Ringhofer ist Seriensieger des Hochwurzenlaufes. Das ist auch so eine verrückt klingende Sache: Der Hochwurzen ist ein 1.850 Meter hoher Berg am nördlichen Rand der Schladminger Tauern in den Ostalpen. Ringhofer bezwingt den Hochwurzen auf Ski. Auch Ludger Spiegelberg hat dieses extreme Hobby. So kam auch der Stootlauf in Ottbergen zu Stande. Der Stoot ist Spiegelbergs Trainingsberg. Damit hat er viele andere Läufer angesteckt. Und die sind alle begeistert von der lockeren Atmosphäre und der Organisation.

Im November des vorigen Jahres stellte Ludger Spiegelberg beispielsweise alle 15 Meter Teelichter in Einmachgläsern entlang der Strecke auf. "So was habe ich noch nie erlebt bei einem privaten Lauf", schwärmte Adalbert Grüner von der Non-Stop-Ultra. Beim Stootlauf starten die Läufer nicht auf einmal, sondern im Dreißig-Sekunden-Takt. "Die schnellsten starten zum Schluss. Das hat den Vorteil, dass jeder Gas geben muss", erklärt Ludger Spiegelberg das einfache wie eindrucksvolle Konzept, das greift. Laufgrößen wie Michael Brand und Michael Amstutz sind ebenso dabei wie Judith Düweke, die hinter Alexandra Müller die zweitschnellste Frau aller Zeiten am Ottberger Berg ist.

Michael Amstutz liegt auf Platz zwei der ewigen Bestenliste mit 9:35 Minuten. Nur 14 Sekunden dahinter: Frank Grewe auf dem dritten Platz. Sebastian Hoblitz vom TuS Hembsen ist Vierter. Dann kommt schon ein Fußballer: Christian Richau, Spielertrainer der SG Ottbergen lief die bis jetzt fünftbeste Zeit in 9:59 Minuten. "Ich hoffe, dass die Ottberger Fußballer beim nächsten Mal alle dabei sind. Ich habe ihnen angeboten, das als Leistungsüberprüfung zu sehen. Wenn sie in vier Wochen hier noch einmal auf Zeit hoch rennen, kann man gucken, welche Effekte ihr Training hatte", sagt Ludger Spiegelberg, der erfahrene Langstreckler und mehrmalige Marathonfinisher ist. Ludger Spiegelberg hat noch mehr Ideen. "Wir haben rund um Ottbergen viele Berge. Ich muss die Strecken noch ausmessen, aber man könnte da eine Tour über alle Berge machen", plant er.

Wer sich in den Stoot verbeißt, dem kann der Oberschenkelmuskel schon mal brennen. Der kommt aber auch gerne wieder. Nicht ganz schuldlos an dem außergewöhnlichen Interesse an diesem außergewöhnlichen Lauf ist die skurile Geschichte seines Entstehens. Entstanden ist alles aus einer Bierwette nach der Jahreshauptversammlung im Ottberger Tennisverein. "Ich laufe die Strecke zur Stoothütte schneller, als du sie mit dem fahrrad schaffst", flachste Ludger Spiegelberg damals. Friedhelm Spalting hielt dagegen. Die beiden Freunde verabredeten sich zu einem Wettkampf. Natürlich am Stoot, einem ziemlich beeindruckenden Anstieg in Ottbergen.

Es war fast wie bei der Tour de France damals. Jeder von uns hatte eine Kamera vor sich. Wir wurden aus dem Kofferraum eines Autos heraus gefilmt, alle aus dem Tennisverein waren mit Campingbus an der Strecke und frühstückten, auf der Straße waren mit Kreide unsere Namen geschrieben, die Leute hatten Fähnchen entlang der Strecke aufgestellt und drei Autos mit Werbeanhänger fuhren auf der Strecke. Das Beste: Wir wussten von alle dem gar nichts", erinnert sich Ludger Spiegelberg, der das Duell gegen den Rad fahrenden Kollegen gewann. Von dem Spektakel, das aus einer Wette heraus entstand, dann das ganze Dorf interessierte, und rund 100 Leute vor die Leinwand lockte, als der Film vom Duell Spiegelberg gegen Spalting gezeigt wurde, ist der Stootlauf geworden.

Der nächste Termin steht auch schon fest: Am Donnerstag, 12. Juli, ist um 19.00 Uhr Start zum 16. Stootlauf bei der Fa. Wolff in Ottbergen. Anmelden muss sich niemand - nur kommen, laufen und Spaß haben.

03.02.2007
Leichtathletik

Ludger Spiegelberg und der Berglauf Hochwurzen
(Neue Westfälische vom 03.02.2007)

Bruchhausen. Sechseinhalb Kilometer nur berghoch. Ohne Pause, im Schnee, auf Skiern und gegen durchtrainierte Spezialisten. Der größte Gegner dabei: 1.100 Höhenmeter. Klingt irgendwie verrückt. Ludger Spiegelberg hat ein extremes Hobby: Der 44-jährige Ausdauerathlet aus Bruchhausen klettert gerne den Berg hinauf. Aber auf Ski.

Berglauf HochwurzenDer Hochwurzen ist ein 1.850 Meter hoher Berg am nördlichen Rand der Schladminger Tauern in den Ostalpen. Dort findet alljährlich der Hochwurzen-Berglauf statt. Er gehört zu den Klassikern in der österreichischen Tourenskisport-Szene. Am 25. März 2006 wurde bereits die achte Auflage des Rennens ausgetragen. Die Männer starten bei der Talstation Planai-West, Streckenlänge: 6,5 Kilometer, Höhendifferenz: 1.100 Meter. Ludger Spiegelberg war schon viermal dabei.

Als er 2003 zum ersten Mal den Berg raufstieg, machte er das mit Langlaufskiern. "Das war zu dem Zeitpunkt noch möglich. Der Vorteil war, dass die Ausrüstung sehr leicht war, im Vergleich zum heutigen Tourenski", erklärt der 44-jährige Bruchhäuser, der die zehn Kilometer im vorigen Jahr in 40:48 Minuten lief.

Er läuft gerne und viel, aber das hier ist eine andere Aufgabe. Filz wird unter die Ski gespannt, damit man nicht rutscht am Berg – und dann geht es in schnellem Schritt den Berg rauf. Bei seinem ersten Start brauchte Spiegelberg 1:09 Minuten. Der Sieger Andreas Ringhofer, dessen Mutter aus Bruchhausen stammt, benötigte 49:15 Minuten.

Ringhofer war es auch, der Ludger Spiegelberg erst auf die Idee brachte, an dem Hochwurzen-Berglauf teilzunehmen. An dem Rennen nehmen viele Spitzenläufer aus Österreich teil. "Ich kann zufrieden sein, einen Mittelfeldplatz erreicht zu haben. Viele von denen die ich hinter mir gelassen habe, gehen drei bis viermal die Woche zum Trainieren auf den Berg", sagt Spiegelberg, der im vorigen Jahr 45. wurde in 1:13,51 Stunden. "Die Zeit möchte ich toppen", sagt er, "aber als Flachlandtiroler kann man natürlich kaum mithalten mit den Spezialisten aus Österreich."

Aber auch Spiegelberg hat seine Trainingsmöglichkeit. "Der Stoot. Den habe ich ja vor der Haustür", sagt Ludger Spiegelberg. Der Stoot ist ein deftiger Anstieg in Bruchhausen [Ottbergen; die Red.]: 1.500 Meter lang, 185 Meter Höhenunterschied. Wer sich in den Stoot verbeißt, dem kann der Oberschenkelmuskel schon mal brennen.

Am Stoot veranstaltet Spiegelberg Wettkämpfe, an denen manchmal bis zu 50 Athleten aus dem Kreis Höxter teilnehmen. Er führt auch Rekordlisten. Auf Platz Eins: Michael Brand mit 8:54 Minuten. Der Veranstalter selbst steht auf Platz 19 mit 11:19 Minuten. Er sieht sich weniger als Bergspezialisten. "Ich suche immer nach neuen Herausforderungen. Das Extreme mache ich gerne", meint Ludger Spiegelberg, der den nächsten Hochwurzen-Berglauf bereits fest im Terminkalender hat.

Der einzigartige Charakter des Hochwurzen-Berglaufes scheint jedoch nicht nur in seiner sportlichen Herausforderung zu bestehen – es ist ein Erlebnis mit gemütlichem Ausklang in der Hochwurzenhütte. Und wenn am 24. März 2007 der neunte Hochwurzen-Berglauf startet, ist Ludger Spiegelberg dabei. "Der Lauf ist immer ein Highlight, das ich nicht verpasse", sagt er. Obwohl seine fünfte Teilnahme anders sein wird. "Bisher haben wir den Start immer mit einer Woche Urlaub verbunden. Das geht diesmal nicht, weil wir am 1. April schon in die USA fliegen." Also wird Ludger Spiegelberg allein am Mittwoch vorm Start zur Hochwurzen fahren, am Samstag den Berg raufklettern und schon am Sonntag nach Bruchhausen zurückkehren. Mit vielen neuen Eindrücken und – so hofft er – neuer Bestzeit.

Der Berglauf im Internet: www.hochwurzen.f2s.com
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